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Politik & Recht

Hier stehen nationale und europäische Gesetzgebung, Verordnungen, Kreislaufwirtschaftsstrategien und Förderprogramme im Mittelpunkt. Wir analysieren regulatorische Änderungen und zeigen auf, welche Auswirkungen sie auf Unternehmen der Branche haben.
  • Politik22 Apr. 26

    Von allem ein bisschen

    Sozusagen in letzter Minute hat die Bundesregierung ihr „Klimaschutzprogramm 2026" vorgelegt. Das Programm musste spätestens 12 Monate nach Aufnahme der Regierungsgeschäfte vorgelegt werden. Herausgekommen ist erwartungsgemäß ein bunter Strauß an Maßnahmen. Ob die alle greifen werden, ist allerdings vor allem aufgrund der sonstigen Politik der Bundesregierung mehr als fraglich.

  • Politik22 Apr. 26

    Ambitioniert, aber noch nicht ausreichend

    Mit dem Zero Pollution Action Plan verfolgt die Europäische Union das Ziel, Umweltverschmutzung bis 2050 auf ein für Mensch und Natur unschädliches Niveau zu reduzieren. Die von der Europäischen Kommission vorgelegte Halbzeitbewertung zeigt, dass in einzelnen Bereichen bereits deutliche Fortschritte erzielt wurden, zugleich aber strukturelle Defizite in Umsetzung, Governance und Politikintegration fortbestehen.

  • Politik22 Apr. 26

    Hersteller in der Verantwortung

    Die europäische Gesetzgebung sieht die verbindliche Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien vor. Die Bundesregierung will diese Vorgabe mit einem deutschen Textilgesetz erfüllen. Mit dem Positionspapier „Eckpunkte zur Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien" hat das BMUKN nun einen ersten Vorschlag zur konkreten Umsetzung gemacht.

22 April 2026

  • Politik22 Apr. 26

    Kreislaufwirtschaft als Feigenblatt

    Der vom Weltwirtschaftsforum vorgestellte Bericht "Nature Positive: Role of the Technology Sector" positioniert die Digital- und Technologiebranche als potenziell Schlüsselakteure beim Schutz der Biodiversität und natürlichen Ressourcen. Der Bericht ist in die internationale "Nature Positive"-Erzählung eingebettet, die seit dem Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework zunehmend als Leitprinzip für Wirtschaft und Politik dient. Laut dem Bericht sollte der Technologiesektor nicht nur seine eigenen Umweltbelastungen verringern, sondern auch durch Digitalisierung, Datenverfügbarkeit und Effizienzgewinne zur ökologischen Transformation anderer Branchen beitragen. Diese Perspektive ist ehrgeizig - und von unmittelbarer Bedeutung für die Kreislauf- und Abfallwirtschaftsbranche.

25 März 2026

  • Politik25 März 26

    Smart Waste statt starre Systeme

    Steigende Abfallmengen, ambitionierte Recyclingquoten und wachsender Kostendruck stellen Kommunen und Entsorgungsunternehmen vor grundlegende Herausforderungen. Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge eröffnen neue Wege, Sammlung, Sortierung und Stoffstromsteuerung effizienter, transparenter und nachhaltiger zu gestalten. Die Studie „Revolutionizing urban solid waste management with AI and IoT: A review of smart solutions for waste collection, sorting, and recycling" eines saudi-arabischen Wissenschaftlers zeigt, wie sich digitale Systeme vom technologischen Zusatznutzen zum strategischen Schlüssel für die Kreislaufwirt-schaft entwickeln können.

  • Politik25 März 26

    Turbo oder Schneckentempo?

    Und wieder einmal will die EU Dinge beschleunigen. Diesmal soll es mit dem „Industrial Ac-celerator Act" um ausgewählte industrielle Sektoren gehen. Dabei stehen vor allem die öffent-liche Beschaffung und Genehmigungsverfahren im Fokus.

  • Politik25 März 26

    Zirkularität als Industriepolitik der Zukunft

    Wo steht Deutschland in Sachen Kreislaufwirtschaft und wie sieht es mit den europäischen Zielen aus? Die Studie „Kreislaufwirtschafts-Strategien der EU und Deutschlands im Ver-gleich" der Bertelsmann-Stiftung hat den Status quo ­in Deutschland untersucht. Außer-dem wurde geprüft, ob die deutschen Ziele denen der EU entsprechen.

  • Erweiterte Herstellerverantwortung25 März 26

    Getrennte Gebühren für getrennte Ziele

    Die erweiterte Herstellerverantwortung gilt als Rückgrat der europäischen Recyclingpolitik. Doch wäh-rend Sammel- und Verwertungsquoten steigen, wachsen die Abfallmengen weiter, während Wiederver-wendung sowie Reparatur strukturell unterfinanziert bleiben. Im Rahmen des geplanten Circular Econo-my Act schlägt Zero Waste Europe in dem Policy-Brief „Extended Producer Responsibility (EPR) for waste reduction" eine grundlegende Neuausrichtung der erweiterten Herstellerverantwortung vor.

  • Politik25 März 26

    Zur Kreislaufwirtschaft motivieren

    Das Institut der deutschen Wirtschaft hat im Vorfeld der geplanten Landeskreislaufwirtschaftsstrategie in NRW in dem Bericht „Vom Anspruch zur Umsetzung: Kreislaufwirtschaft in NRW" eine Bestandsaufnahme vorge-nommen und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

  • Markt25 März 26

    Recycling zwischen Regulierung und Realität

    Die Kreislaufwirtschaft gilt als zentraler Hebel für Klimaschutz, Rohstoffsicherheit und industrielle Wett-bewerbsfähigkeit in Europa. Mit dem geplanten Circular Economy Act will die EU den Übergang zu zirku-lären Wertschöpfungssystemen weiter beschleunigen.

  • Wissenschaft25 März 26

    Bauen wird zum CO₂-Risikofaktor

    Die globale Bautätigkeit ist einer der zentralen Treiber des weltweiten Ressourcenverbrauchs und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen. Während die internationale Gemeinschaft mit dem Pariser Klimaabkommen das Ziel formuliert hat, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, steigt der CO₂-Fußabdruck des Bausektors seit Jahrzehnten dynamisch an. Die Diskrepanz zwischen politischer Ambition und realer Entwicklung könnte in den kommenden Jahrzehnten zu einem entscheidenden Engpass werden. Die Studie „Carbon footprint of the construction sector is projected to double by 2050 globally" von Wissenschaftler*innen aus China, Deutschland, den Niederlanden und Österreich zeigt, dass der Sektor allein ausreichen könnte, um das verbleibende CO₂-Budget für das 1,5-Grad-Ziel zu verbrauchen, selbst wenn andere Industrien vollständig dekarbonisiert würden. Die Studie wurde in „Communications Earth & Environment" veröffentlicht.

16 März 2026

  • Politik & Recht16 März 26

    § 53 KrWG Lehrgang zum Nachweis der Fachkunde

    Erfahren Sie jetzt mehr zu dem Lehrgang bzgl. Fachkunde gemäß § 53 KrWG

15 Februar 2026

  • EU15 Feb. 26

    EU-Regeln beschleunigen Chinas Transformation

    Die EU richtet ihre Kunststoffindustrie konsequent mit der Recyclabilität aus und schafft verbindliche Standards mit neuen Anforderungen an Wiederverwertbarkeit und den Einsatz von Recyclingmaterialien, die globale Auswirkungen haben. Für China, als einen der größten Exporteure in die EU, bedeutet das, dass Produkte und Verpackungen in Zukunft nicht nur preislich, sondern vor allem auch in Bezug auf Regulierung wettbewerbsfähig sein müssen. In ihrem Bericht "Auswirkungen der EU-Recyclingvorschriften auf Chinas wichtigsten verpackungsintensiven Exportsektoren" zeigen ICIS und CPCIF, wie sich Europas regulatorischer Rahmen zu einem globalen Maßstab entwickelt, der Produktions- und Materialentscheidungen in chinesischen Unternehmen neu gestaltet.

  • EU15 Feb. 26

    Symbolische Politik mit Nebenwirkungen

    Aus politischer Sicht wird das Konzept der Wiederverwendung hoch geschätzt, ist jedoch sowohl rechtlich als auch operativ nicht ausreichend verankert. Es greift in etablierte Materialfluss- und Geschäftsmodelle ein, jedoch ohne klare Spezifikationen, Anreize oder Verantwortlichkeiten gestützt zu sein. Für die Abfallwirtschaft führt dies zu widersprüchlichen Zielen, zusätzlichen Kosten und einem gewissen Maß an Unsicherheit. Die Frage, ob Wiederverwendungsziele tatsächlich zu echter Abfallvermeidung führen oder lediglich eine symbolische politische Wirkung haben, bleibt daher offen. Im Bericht "Ziele für Wiederverwendung und Vorbereitung für Wiederverwendung in der Europäischen Union" hat die in Belgien ansässige NGO RReuse aktuelle Wiederverwendungspraktiken und mögliche neue Designs untersucht.

  • EU15 Feb. 26

    Zwischen Strategie und Umsetzung

    Die Studie "Unpacking policy coherence: a network analysis of the EU policy mix for the circular economy", durchgeführt von Forschern aus Belgien und den Niederlanden, untersucht die Kohärenz der EU-Politiken zur Kreislaufwirtschaft aus der Perspektive wirtschaftlicher Akteure. Die Studie wurde in der Zeitschrift "Sustainable Production and Consumption" veröffentlicht.

  • Ressourcenmanagement15 Feb. 26

    Europa im Kreis denken

    Europa steht vor ökologischen und sozialen Krisen, die das lineare Wirtschaftsmodell an seine Grenzen treiben. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft bietet jedoch Lösungen: Es reduziert Emissionen und Ressourcenverbrauch, stärkt die Resilienz und schafft soziale Chancen. Städte spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie Ressourcenflüsse bündeln und entscheidende Hebel durch öffentliche Beschaffung und Infrastruktur kontrollieren. Um ihr Potenzial auszuschöpfen, benötigen Städte klare Rahmenbedingungen und politische Unterstützung. Der Artikel "Policy Brief on Accelerating the Circular Economy for a Prosperous and Competitive Europe" stellt die Prioritäten der Circular Cities Frontrunner Group vor und leitet Empfehlungen sowohl für Politik als auch für die Praxis ab.

  • Klimaschutz15 Feb. 26

    Redesign statt Symbolik

    Die Reduktion von Treibhausgasemissionen ist ein zentrales Ziel internationaler Klimapolitik. Die Kreislaufwirtschaft verspricht hierbei einen wichtigen Beitrag, da sie Ressourcenschonung und Klimaschutz verbindet. Doch nicht alle Praktiken wirken gleich: Während präventive Ansätze wie Produktdesign Emissionen senken können, führen andere Maßnahmen teils zu unerwarteten Effekten. In dem Bericht „Unpacking Circular Economy Practices and Carbon Emissions Relationships: Co-benefits and Legitimacy Perspectives" wird von Wissenschaftler*innen aus Italien, Frankreich und den USA untersucht, welche Strategien tatsächlich wirksam sind und wie theoretische Perspektiven helfen, ihre Wirkung besser zu verstehen. Der Bericht wurde in „Business Strategy and the Environment" veröffentlicht.

  • Bau & Abbruch15 Feb. 26

    Bremsen statt lenken

    Mit der Ersatzbaustoffverordnung wurde 2023 erstmals ein bundeseinheitlicher Rechtsrahmen für den Einsatz mineralischer Ersatzbaustoffe geschaffen. Die Erwartungen an eine Stärkung der Kreislaufwirtschaft im Bausektor waren entsprechend hoch. Ein vom Umweltbundesamt beauftragtes und vom Ifeu-Institut, u.e.c. Berlin Umwelt- und Energie-Consult und Team Ewen durchgeführte wissenschaftliches Monitoring untersucht, ob diese Ziele bislang erreicht wurden und wo Hemmnisse bestehen.

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